Grønebakken, Ustetind oder Tuva, wer will mehr.

 

Wir hatten uns wohl etwas verplant. Gestern waren wir bei Regen von der westlichen Seite der Hardangervidda weggefahren und sind nach ca. 70 Km bei Sonnenschein an der östlichen Seite in Geilo angekommen. Wir hatten uns zuerst eine Unterkunft besorgt und dann die Wintersportgebiete angeschaut, wo unsere Hunde Slalom übten.

 

Heute sollte unsere tägliche Wanderung sein. Der Karte nach hatten wir uns einen Weg nach Grønebakken ausgesucht, oder sollten wir es bis Ustetind oder sogar Tuva schaffen? Wie immer war der Weg unser Ziel. Unser Auto hatten wir bei der Kiku Fellstue (an der Straße 40) abgestellt. Auf einem Fahrweg sind wir bis Hakkesetstølen gelaufen (Bild links). Hier oben möchten wir nicht leben, nein nicht wegen der Landschaft, die ist herrlich wie immer, sondern wegen der vielen Wochenendhäuser, die, wie sooft, einfach in die Gegend gestellt wurden.

 

Wir suchten den Einstieg in den Wanderweg und fanden ihn schließlich auch. Ca. 50 m von Hakkesetstølen entfernt war der berühmte Stein mit dem roten "T". Nach Ustekind 10 Km sagte uns ein Schild. Nach Stuva sollten es dann wohl nochmals 5 Km sein. Wir gingen los und fanden eine ganz andere Vidda. Obwohl auch 1.000 bis 1.150 m hoch gab es hier niedriges Birkengewächs neben dem üblichen Moosen und den Flechten. Doch das Moor war anders. Größer, nasser und tiefer, wir mussten einfach durch. Der Weg war mit Steinen bestückt, die spitze Seite immer nach oben. Im Moor hatte man sie auch verteilt, aber ca. einen Meter auseinander. Weh dem der
kurze Beine hat.

 

Manchmal ging auch etwas daneben. Meistens waren es unsere Schuhe, die sich entweder zwischen den Steinen oder im Moor befanden. Ach noch etwas. Wie üblich fing es an zu regnen. Das sollte einen Wanderer nicht erschrecken, doch für 1,5 Km hatten wir bis jetzt eine Stunde gebraucht. Beides zusammen bewegte uns, die Wanderung zu beenden. Unsere Hunde hatten bestimmt auch genug.

Das Waten durch drei brusttiefe Bäche (aus Hundebrustsicht gesehen) forderte ihren ganzen Mut.
Zeitlich gesehen hatten wir unser tägliches Soll trotzdem erreicht. Und noch etwas zum Schluss. Der weibliche Hundeführer wurde vom männlichen Hundemitglied durch einen Bach gezogen und ist kopfüber an einem Stein gelandet. 5 cm war die Beule groß. Dies hätte auch böse ausgehen können. Ob dafür wohl die Rettungsschlitten unterwegs plaziert sind?

 

Unterkunft: Øen Turistesenter og Geilo Vandrerheim. Die Hytten stehen dicht bei dicht direkt an der Rv. 7 ca. 5 Km vom Zentrum entfernt Richtung Gol. Die Hytte zu 500 Kronen, aber diesmal mit Dusche, Toilette, Bettzeug und voll eingerichteter Küche.

 

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