Schweden - Norwegen 2014 mit Dodo und Claire

 

Tag 32 - 03.07.2014 - Lofoten I - Sortland - zu den Lofoten rechts rum - Kongsmark

 

Der Campingplatz auf dem wir letzte Nacht waren liegt direkt neben einer großen Schafweide. Wir standen an der äußersten Ecke am Zaun. Und wie das so ist, die Schafe begrüßen jeden Campingplatz Gast einzeln. Sie kamen also an den Zaun. Dodo schaute ganz verdattert, aber Claire übte Stellen und Verbellen.

 

Heute Nacht um halb zwei war ich es, der als Erster raus musste. Die Mitternachtssonne begrüßte mich über den Fjord hinweg. Sie schien so stark, dass man die Wärme spürte, als würde sie ein Ofen sein, vor dem man direkt davor steht.

 

Gestern Abend sind noch einige Camper gekommen, aber nicht so viel wie auf den anderen Plätzen. Einige kleinere Zelte stehen hier, u.a. eine 'sogenannte' Schamanin, die um halb zwei vor ihrem Zelt sitzt und beim Musik hören in die Sonne starrte. In Wirklichkeit ein junges, etwas dickeres Mädchen mit Rettungsring um die Hüfte, welches ab 20 Uhr im Zelt schnarcht um dann ab 24 Uhr vor dem Zelt sitzend in die Sonne zu starren. Ein junges Pärchen war noch zu später Stunde zu Fuß hier hoch gestiegen. Jetzt schlafen alle noch, wir sind wach um uns auf den 'großen' Tag vorzubereiten.

 

Es ist jetzt 8 Uhr und es ist bedeckt. Über uns befinden sich einige Regenwölckchen aber auch blaue Flecken sind dazwischen. Die werden sich hoffentlich nachher noch vergrößern.

 

Nach dem Frühstück sind wir erst einmal einkaufen gefahren, um unseren 3-tägigen Vorrat aufzufüllen. 345 Gramm Pfeffersteak von der Hüfte kosten hier 259 Kronen, das sind rund 30 Euro. Bei uns gibt es dafür Spaghetti mit Pesto. Dann hatten wir noch Zeit, uns die Innenstadt von Sortland anzuschauen. Nichts besonderes, außer daß sich in der Stadt drei Einkaufszentren befinden, die sich gegenseitig Konkurrenz machen. Eins der Hurtigruten Schiffe ist ebenfalls pünktlich um 12:30 Uhr eingetroffen, um wie jeden Tag um 13:15 Uhr. wieder gen Süden zu fahren.

 

Um 12:30 Uhr waren wir bei Mercedes-Benz, Sigurd Pedersen AS. Mein Eindruck war, dass sich das mit den Reifen eingespielt hat, d.h. die Innenseite wird nicht mehr so stark abgefahren. Das war auch das, was mir Roar Holkestad bestätigte. Roar ist ein echt netter Kerl und versteht was vom Fach. Wer Roar kennt, weiß wie ein Wikinger aussieht.

 

Wir sind dann von dannen gefahren. Zuerst wollten wir auf dem Campingplatz am Gullesfjordbotn Rast machen, nur 31 Km hinter Sortland, da wir dachten, daß das bei Mercedes länger dauern würde. Der Campinglatz liegt wunderschön am Ende des Gullesfjorden, jedoch auch direkt an der RV85. Stellplätze gibt es wenig. Wir sind also weiter.

 

Nach ca. 2 Km haben wir eine Gedenkpause eingelegt und drei Kreuze geschlagen.. Warum wohl!
Hier am Kreisverkehr "zu den Lofoten rechts rum" von der RV85 auf die E10 hatten wir genau die Hälfte der geplanten 11.200 Km erreicht. In Wirklichkeit sind wir bis dahin aber 6.630 Km gefahren, also rund 1.000 km mehr als geplant.

 

Von dort aus ging es noch auf ein Fjell und dann stetig bergab. Vorher und nachher befanden sich Wechselstationen für Schneeketten am Straßenrand. Wir durchfuhren 4 Tunnel, den 6,6 Km langen Sörda Tunnelen - hier ging es wirklich die ganze Zeit bergab, den Ingelsfjord Tunnelen - Ähnlichkeiten mit meiner lieben Frau Inge sind ausgeschlossen -  den Storä-Tunnelen und den Raftsund Tunnelen. Die Norweger haben auch hier auf dem Weg zu den Lofoten die E10 begradigt, damit die Touristen in ihren Bussen schneller von A nach B kommen.

 

Der Oksfjorden wurde von zwei Brücken überspannt. Ringsherum Berge wie in den Alpen. Schnee bis ganz unten, Wasserfälle mindestens 600 m tief. Hinter dem Raftsund Tunnel das erste Zeichen zu einem Campingplatz, 4,7 km entfernt und links rum. Nach 2,7 km ein weiteres Zeichen, wieder links rum. Die restlichen 2 km sind wir auf einem nicht asphaltierten Weg mit lauter Schlaglöchern in ein Seitental hinein gefahren. Inge wollte schon den ganzen Morgen das Auto waschen lassen, Gott sei Dank habe ich das hinaus gezögert.Nicht auszudenken wenn es hier regnet.

 

Jetzt befinden wir uns auf dem "Kongsmark Hytteferie" Campingplatz in Tengelfjord am Rande des Raftsundet. Hier ist absolute Ruhe. Es kommt einem vor als wäre man im Lauterbrunner Tal in der Schweiz mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Nur die Vögel zwitschern und der Kuckuck ruft. Hütten kann man hier mieten, aber auch für 200.000 Kronen kaufen. Wer also Lust hat, www.kongsmark.no.

 

Momentan werden die Hunde gelüftet und Inge freut sich des Kaffees, wie auf dem letzten Bild zu sehen ist.


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