Schweden - Norwegen 2014 mit Dodo und Claire

 

Tag 9 - 10.06.2014 - Furuvik - Sandviken - Sundborn - Falun

 

"Die Schweden mögen die Deutschen". Vorgestern auf dem Campingplatz ging ich in die Campingküche um wie jeden Tag das Geschirr zu spülen und abzutrocknen. Ich traf dort auf einen Mann, der dieselbe Tätigkeit verrichtete. Ja, beim Camping ist es üblich, dass die Herren der Schöpfung spülen, das schindet Eindruck bei den Damen, die mit glänzenden Augen vorbeigehen und denken, mein Alter könnte das ja auch mal machen. Der Mann sagte zu mir auf schwedisch "Ursägta mig jag skulle..." oder so was ähnliches. Worauf ich antwortete "sorry, no swedish". Daraufhin entschuldigte er sich in einem astreinen fließenden Deutsch, dass er sich wohl zu breit mache. Wir kamen dann in ein nettes Gespräch, in deren Verlauf er erwiderte "die Schweden mögen die Deutschen". Soviel zu den Schweden. Überhaupt sind sie sehr freundlich und ruhig. Kein Stress beim Autofahren, keine Hektik, so wie wir das kennen.

 

Aufgrund des ungewöhnlichen Weckens ging es heute etwas früher los. Die vielen Straßen, Kreisverkehre, unbekannten Hinweisschilder, Abbiegungen und sonst noch was haben mich dann verleitet, wieder zurück nach Süden zu fahren. Sch... Navi, das hatte mich dabei unterstützt. Die nächste Autobahnabfahrt war erst nach ca. 25 Km, sodass wir dann rund 50 Km Umweg gefahren sind.

 

Zurück sind wir nur Landstraße "dritter Ordnung" gefahren, eng, kein Elchzaun neben der Straße und mit maximal 70 km/h, wie das hier üblich ist. Auf diesen Straßen stehen am Wegesrand noch die Randmarkierungen (lange Äste) aus dem letzten Winter. Es lohnt sich gar nicht, diese weg zu machen. Der nächste Winter kommt in Kürze.

 

Wir fuhren bei 21 Grad und wolkenlosem, blauen Himmel nach Sundborn zum Carl Larsson-gärden, wo der berühmte Maler Carl Larsson mit seiner Frau Karin lebte und malte. Das Haus liegt im bildhübschen Dorf Sundborn. Eine herrliche und vor allen Dingen ruhige Gegend. An der Straße dorthin standen große Plakatflächen mit seinen Bildern.

 

Von Sundborn ging es dann nach Falun. Die Stadt mit der bedeutendsten Kupfermine des Landes. So stammt auch von hier die tiefrote Farbe, die praktisch allen schwedischen Häusern ihr niedliches Aussehen verleiht. Im Westen von Falun liegt das Falu Kopparbergsgruva, mit der Stora Stöten, eine rund 200 m tiefe Grube, die auf 1,6 km Fußweg umrundet werden kann. Natürlich kann sie auch besichtigt werden. Im 17. Jahrhundert war das Kupferbergwerk von Falun das bedeutendste der Welt. Es förderte den Aufstieg Schwedens zu einer europäischen Großmacht.

 

Nordöstlich der Stadt liegt unterhalb des Lugnets das Ski- und Sportgebiet mit zwei großen Sprungschanzen. Direkt darunter der Lugnets Campingplatz, auf dem wir uns gerade befinden.

 

 

Heute ist Waschtag angesagt. 1 x waschen und 1 x trocknen für 40 Kronen = € 4,40. Da kann man nicht meckern. Auf dem gestrigen Campingplatz sollte das noch 100 Kronen kosten.

 

Bis hierher sind wir rund 2.550 km gefahren. Wo werden wir wohl morgen landen.

 

Sundborn

 

Falun


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